

Ghosting – und wie du es überlebst!
Du willst herausfinden, warum du geghostet wurdest? Hier erfährst du, warum die Gründe nicht so wichtig sind und was du statt endloser Grübelei tun kannst.

Du willst herausfinden, warum du geghostet wurdest? Hier erfährst du, warum die Gründe nicht so wichtig sind und was du statt endloser Grübelei tun kannst.
Du wurdest geghostet und bist auf der Suche nach Antworten auf diesen Beitrag gestoßen? Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass du damit nicht alleine bist. Sehr viele Menschen machen diese unschöne Erfahrung. Obwohl es sich extrem persönlich anfühlen kann, hat Ghosting in der Regel weniger mit der geghosteten Person zu tun als mit dem Ghost selbst. Im Beitrag findest du zwar keine abschließenden Antworten auf deine persönliche Ghostingerfahrung, dafür aber ein paar Tipps, wie du damit umgehen kannst.1
Ghosting kommt in den unterschiedlichsten Beziehungskonstellationen vor: in Freundschaften, im Beruf und natürlich in romantischen Beziehungen. Während Ghosting nach ein paar Chatnachrichten oder wenigen Dates vielleicht noch relativ gut zu verkraften ist, schmerzt es nach längeren Kennenlernphasen, Situationships oder festen Beziehungen umso mehr. Logisch: Je intensiver die Beziehung, desto größer der empfundene Verlust. Dein Schmerz ist in jedem Fall valide und nachvollziehbar, egal wie lange oder intensiv die Verbindung war. In der Regel treffen der Kontaktabbruch und das abrupte Beziehungsende ohne klärendes Gespräch einen relativ unvorbereitet und hinterlassen Fragen über Fragen. Der Ghost verweigert die Beantwortung und so ist es nur verständlich, wenn du dich selbst auf die Suche nach Antworten machst. Vielleicht analysierst du eure letzten Gespräche und Treffen, um herauszufinden, an welchem Punkt die Verbindung von dir unbemerkt in die Brüche gegangen ist. Ohne klare Antworten kommst du möglicherweise zu der Annahme, dass du etwas Furchtbares getan haben musst oder für die andere Person einfach nicht gut genug warst. In der Folge bist wahrscheinlich verletzt, verstört, wütend oder fühlst dich einfach furchtbar. Nachvollziehbar, denn du musst nicht nur eine Trennung verarbeiten, sondern wirst auch noch über ihre Gründe im Dunkeln gelassen. In dieser Situation kann es sein, dass nicht nur du selbst leidest, sondern auch dein Selbstwert und deine Fähigkeit, anderen Vertrauen zu schenken.2
Dich mit der Situation auseinanderzusetzen und zu reflektieren, wie es dazu kommen konnte, ist absolut verständlich. Möglicherweise gelingt es dir sogar, eine wichtige Lernerfahrung mitzunehmen oder mehr über deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu erfahren. Eine endlose Suche nach Antworten und dem »Warum?« werden dich jedoch nicht weiterbringen. Ghosting kann verschiedene Gründe haben, die nichts mit dir als geghosteter Person zu tun haben, sondern den Ghost betreffen:
Warum auch immer dein Ghost entschieden hat, so zu handeln, wie sie oder er es getan hat: Wahrscheinlich wirst du es nicht herausfinden. Du kannst das Verhalten anderer Menschen nicht beeinflussen, sondern nur wie du selbst handelst und damit umgehst. Das zu akzeptieren, ist der erste Schritt, um mit dem Ghosting umzugehen. Anstatt im Grübeln zu versinken, richte den Fokus lieber darauf, was du für dich tun kannst, um auf andere Gedanken zu kommen. Das können beispielsweise
sein. Auch wenn es dir schwerfällt, konzentriere dich darauf, was dir guttut und dir dabei hilft, den Blick wieder nach vorne zu richten und dich auf andere Gedanken zu bringen. Lenke dich so gut es geht von der Suche nach Antworten ab und wenn dich die Traurigkeit überkommt, gib ihr Raum da zu sein und sorge gut für dich. Gib dir etwas Zeit, die Erfahrung zu verarbeiten und schenke dir selbst Mitgefühl. Wenn es dir auch nach längerer Zeit sehr schwerfällt, das Geschehene loszulassen oder du dich in deinem Alltag stark beeinträchtigt fühlst, sprich mit jemandem darüber und suche dir Unterstützung. Die psychologische Beratungsstelle deiner Hochschule kann ein guter erster Anlaufpunkt sein. Im Video »Liebeskummer & Trennungsschmerz« mit Psychotherapeutin Sanaa Laabich findest du weitere Tipps, die dir das Loslassen leichter machen.3
1Vgl. BARMER Internetredaktion: "Ghosting: Warum Menschen ghosten und Tipps, wie Sie damit umgehen können" unter: https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/familie/partnerschaft/ghosting-1071144 [Stand 05.07.2024]
2Vgl. BARMER Internetredaktion: "Ghosting: Warum Menschen ghosten und Tipps, wie Sie damit umgehen können" unter: https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/familie/partnerschaft/ghosting-1071144 [Stand 05.07.2024]
3Vgl. BARMER Internetredaktion: "Ghosting: Warum Menschen ghosten und Tipps, wie Sie damit umgehen können" unter: https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/familie/partnerschaft/ghosting-1071144 [Stand 05.07.2024]