Was macht Doomscrolling mit unserer Gesundheit?
Was kurzfristig wie ein harmloser Zeitvertreib wirkt, kann langfristig belastend werden. Wer sich ständig durch negative Nachrichten, Katastrophenmeldungen und problematische Inhalte scrollt, setzt sich unbewusst einem Dauerstress aus. Unser Gehirn verarbeitet diese Informationen emotional – selbst wenn wir passiv konsumieren. Studien deuten darauf hin, dass dies zu Gefühlen von Ohnmacht, Überforderung oder Angst führen kann. Auf Dauer kann dieser mediale Overload auch zu innerer Unruhe und schlechter Stimmung beitragen.4
Auch dein Schlafverhalten kann unter dem Phänomen leiden. Wer direkt vor dem Einschlafen noch durch Social Media scrollt, bringt das Gehirn in den Aktivmodus, statt zur Ruhe zu kommen. Gleichzeitig regen die vielen Eindrücke und Informationen zum weiteren Nachdenken an: Die Eindrücke der schlechten Nachrichten müssen vom Gehirn erst noch verarbeitet werden und können uns so am Einschlafen hindern.5 Auf Dauer kann das zu Einschlafproblemen, unruhigem Schlaf und chronischer Erschöpfung führen. Besonders für Menschen mit psychischen Vorerkrankungen kann dies eine zusätzliche Belastung darstellen.6