Hinter Makronährstoffen verbergen sich Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Sie stellen so etwas wie die Basis für unsere Ernährung dar. Hier ist es wichtig zu wissen, dass der Körper zwar theoretisch auf jeden dieser einzelnen Bausteine verzichten kann, jedoch gehört zu einer ausgewogenen Ernährung ein gesundes Gleichgewicht. Dieses sollte mehr oder weniger aus einem Verhältnis von 45-55 % Kohlenhydraten, 25-35 % Fetten und 10-20 % Proteinen bestehen. Manche Diäten oder Trends schlagen vor, sich hauptsächlich von Proteinen zu ernähren oder auf Kohlenhydrate zu verzichten. Das solltest du aus medizinischer Sicht immer sehr kritisch hinterfragen.
Wichtig ist natürlich auch die Qualität der Nährstoffe. Schauen wir uns hierfür zum Beispiel einmal Kohlenhydrate an. Langfristig ist entscheidend, wie groß der Anteil an langkettigen Kohlenhydraten in deiner Ernährung ist – und hier gilt grundsätzlich: je mehr davon, desto besser. Quellen für langkettige Kohlenhydrate sind beispielsweise Vollkornprodukte, Haferflocken, Quinoa, Gemüse und Hülsenfrüchte. Diese sind langfristig viel besser für deinen Körper als sogenannte einfache oder kurzkettige Kohlenhydrate, z. B. in Weißmehlprodukten oder zuckerhaltigen Süßigkeiten.1
Ähnlich verhält es sich mit der Zufuhr von Fetten. Hier solltest du auf ein gutes Verhältnis von gesättigten zu ungesättigten Fettsäuren achten. Besonders die ungesättigten Fettsäuren sind wichtig für viele Funktionen in unserem Körper und beispielsweise in Avocados, Nüsse, Olivenöl, Fisch und Leinsamen enthalten. Bei den Proteinen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bei unter 65-Jährigen mindestens 0,8 Gramm Proteine pro Kilogramm Körpergewicht am Tag.2 Bei sportlich sehr aktiven Menschen und Hochleistungssportler/innen kann der Bedarf jedoch auch höher ausfallen und bis zu 2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht betragen.3 In diesem Beitrag findest du weitere Information zur Ernährung für Sportler/innen. Proteinquellen, die du in deine Ernährung einbauen kannst, sind beispielsweise Fisch, Tofu, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse.