Hormone: Was steckt eigentlich dahinter und wofür sind sie da?
Hormone sind biochemische Botenstoffe, die von speziellen Drüsen in unserem Körper produziert werden. Hierzu zählen zum Beispiel Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse, Eierstöcke, Hoden und die Nebennieren. Unsere Hormone reisen durch unser Blut und übermitteln Informationen. Wissenschaftlich gesehen ist das ein ziemlich komplexer Schaltkreis mit unzähligen Wechselwirkungen, welcher lokal an den Organen, aber auch zentral über unser Gehirn gesteuert wird. Grob vereinfacht kannst du dir vorstellen, dass Hormone wie eine DM an deine Zellen sind. Sie zeigen deinem Körper, wie er gerade funktionieren soll: Sollst du runterfahren und schlafen oder eher aktiv sein und Leistung bringen?
Hormone regeln fast alles: Energie, Stimmung, Konzentration, Hunger, Schlaf, Liebe, Libido und noch vieles mehr. Zum Beispiel bemerken viele menstruierende Personen je nach Zyklusphase Unterschiede in Leistungsfähigkeit oder Stimmung. Dies kann auf die Veränderungen im Hormonhaushalt während des Zyklus zurückgeführt werden. Neben den Sexualhormonen gibt es noch eine Menge weiterer Hormone und jedes hat sein Spezialgebiet. Oxytocin regelt Bindungen und Vertrauen, Thyroxin steuert Stoffwechsel und Energieverbrauch, Cortisol hilft deinem Körper in Stresssituationen Energie bereitzustellen, Melatonin steuert deinen Tag-Nacht-Rhythmus, Dopamin die Motivation und dein Belohnungssystem und Serotonin deine Stimmung – um einige Beispiele zu nennen.