Was tun bei Angst/Nervosität im Bewerbungsprozess?
Was genau bereitet dir die meisten Sorgen? Je genauer du dir selbst deine Ängste bewusst machst, desto besser kannst du mit ihnen umgehen. Wenn dich beispielsweise Bewerbungsgespräche besonders nervös machen, habe ich einige Tipps für die Vorbereitung auf deinen Termin. Natürlich möchtest du dich über die Stelle und das Unternehmen informieren und dir gegebenenfalls einige Rückfragen aufschreiben, um gut vorbereitet in dein Gespräch zu gehen. Gleichzeitig kann dir eine intensive Auseinandersetzung auch im Umgang mit deiner Nervosität helfen, indem du dir selbst die Angst vor dem Unbekannten nimmst. So kannst du dich beispielsweise über Karriere-Netzwerke wie LinkedIn oder Xing mit den Personen beschäftigen, die bei deinem Bewerbungsgespräch anwesend sein werden und dich mit ihnen vernetzen – ihr seid also schon mal miteinander bekannt und du kannst dich noch natürlicher im Gespräch einbringen oder Fragen stellen. Außerdem hilft Übung und du wirst sehen, dass dir das fünfte Bewerbungsgespräch schon deutlich leichter fällt als das Allererste. Deshalb kann es auch hilfreich sein, mit einer Vertrauensperson ein Bewerbungsgespräch zu simulieren und das möglichst authentisch: online, offline, Dresscode – versuche, die Situation so gut wie möglich nachzustellen.
Zudem empfehle ich dir für deinen Termin ein Outfit herauszusuchen, in dem du dich wirklich wohlfühlst und frei atmen kannst. Vielleicht hilft eine Achtsamkeitsübung kurz vorher, um wieder zur Ruhe zu kommen. Wenn es sich für dich richtig anfühlt, kannst du auch offen damit umgehen, dass du etwas nervös bist. Das zeigt, dass dir das Gespräch wichtig ist und kann in der richtigen Situation sogar sehr sympathisch wirken. Die meisten Bewerbungsgespräche zielen darauf ab, herauszufinden, ob du wirklich an der Stelle interessiert bist und zum Betrieb passt. Daher empfehle ich dir, möglichst authentisch aufzutreten. Und denke immer daran, dass die Menschen, die dir gegenübersitzen, auch irgendwann ein Bewerbungsgespräch führen mussten und wahrscheinlich ähnlich nervös waren, wie du jetzt.