TIPP 1: Gefühlen Raum geben – aber nicht darin verharren
Es ist ganz normal, nach einem Misserfolg enttäuscht oder traurig zu sein. Vielleicht fühlst du dich entmutigt oder zweifelst an deinen Fähigkeiten. Diese Gefühle anzunehmen, ist ein wichtiger erster Schritt, denn sie weisen dich darauf hin, was dir wichtig ist und geben dir die Möglichkeit, deine Reaktionen bewusst zu steuern. Der Schlüssel liegt darin, diesen Gefühlen Raum zu geben, ohne sich in ihnen zu verlieren. Psychologisch betrachtet kann ein zu langes Verweilen in negativen Gefühlen, wie z. B. Trauer, uns lähmen. Dadurch ausgelöste Versagensängste können zu Vermeidung führen, die dich daran hindert, nächste konstruktive Schritte zu unternehmen.
Ein gutes Beispiel ist eine nicht bestandene Prüfung. Es ist völlig okay, traurig oder enttäuscht zu sein. Das zeigt, dass du dein Bestes geben wolltest. Wichtig ist jedoch, dass du nach einer Zeit des Trauerns wieder handlungsfähig wirst und neue Perspektiven entwickelst, indem du dich beispielsweise mit Mitstudierenden austauschst, dich einer Lerngruppe anschließt oder deine Fachschaft um Tipps für die Prüfungsvorbereitung bittest.