Was ist eigentlich Konsens?
Konsens bedeutet freiwillige, informierte und aktive Zustimmung – frei von Angst, Abhängigkeit, Druck und schlechtem Gewissen.
Rechtlich wird zwischen dem Negative Consent Model (»Nein heißt Nein«) und dem Affirmative Model (»Ja heißt Ja«) unterschieden. Der Artikel soll nicht in eine Jura-Vorlesung übergehen, aber die Begriffe sind auch für unsere Perspektive auf Konsens wichtig. »Nein heißt Nein« bestraft Handlungen, wenn eine Person widerspricht oder erkennbar nicht einverstanden ist. »Ja heißt Ja« verlangt dagegen eine klar erkennbare Zustimmung, bevor sexuelle Handlungen überhaupt beginnen dürfen.
Die Rechtsprechung in Deutschland deckt das im Gegensatz zu Ländern wie Schweden, Kanada und Spanien (noch) nicht ab. Als Therapeut wünsche ich mir, dass Konsens ein klares »Ja« bedeutet, das auch jederzeit zurückgenommen werden kann und alle Menschen einschließt. Auch außerhalb sexueller Kontexte.