Sich mit seinem Innenleben zu beschäftigen, kann herausfordernd sein. Es gibt gute Gründe, weshalb wir schwierige Gedanken und Gefühle von uns weggeschoben haben. Aber auch wenn sie vermeintlich verschwunden sind, lauern sie unter der Oberfläche, bereit jederzeit wieder aufzuploppen.3 Daher traue dich an sie heran, aber gehe sanft und liebevoll mit dir um. Gehe in deinem Tempo, erzwinge nichts und suche dir unbedingt professionelle Begleitung, wenn du alleine nicht weiterkommst oder sehr negative Gedanken oder Gefühle hast. Deine Hausärzt/dein Hausarzt oder ein/e Psychotherapeut/in ist dafür eine geeignete Anlaufstelle.
Wenn du also das nächste Mal wieder so ein undefinierbares Gefühl spürst, dann horch doch mal in dich hinein, welche Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen da sind. Nimm ein paar tiefe Atemzüge und nimm deine Eindrücke an. Sage dir: »Es ist okay, dass ich mich so fühle.« Mit etwas Zeit und Übung wirst du merken, dass deine Emotionen ganz von alleine wieder abflachen, wie ein Sturm, der sich nach einer Weile wieder legt. Das bedeutet jedoch nicht, dass du alle Gegebenheiten im Leben hinnehmen musst. Vielmehr geht es darum, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und bewusste Entscheidungen zu treffen, die gut für dich sind.