Wie schütze ich mich vor einer Sucht?
Am Beginn einer Sucht steht häufig ein Versprechen: Entspannung, die Unterdrückung negativer Gefühle, eine Leistungssteigerung, ein gesteigertes Selbstwertgefühl oder ein anhaltendes Glücksgefühl. Nichts davon kann durch den Konsum bestimmter Substanzen oder die Wiederholung bestimmter Verhaltensweisen dauerhaft erreicht werden. Stattdessen kann eine Suchterkrankung schwerwiegende negative Auswirkungen auf all diese Bereiche negativ haben und das Wohlbefinden sowie die Lebenserwartung senken.
Musst du deshalb abstinent leben und alles vermeiden, was irgendwie abhängig machen kann? Bei vielen Substanzen würdest du deiner Gesundheit mit einem kompletten Verzicht sicherlich einen Gefallen tun. In jedem Fall solltest du dich aber über Risiken informieren und beim Konsum verantwortungsbewusst vorgehen. Der Übergang in die Sucht kann so schleichend geschehen, dass Betroffene ihn selbst kaum bemerken. Um dich vor einer Erkrankung zu schützen, solltest du deshalb immer aufmerksam sein und prüfen, ob du deinen Konsum unter Kontrolle hast oder der Konsum dich. Hinterfrage die Gründe für eine bestimmte Verhaltensweise und achte auf wiederkehrende Muster.
Je länger eine Suchterkrankung anhält, desto schwieriger ist es, sie zu überwinden. Je früher Betroffene Hilfsangebote wahrnehmen, desto besser. Solltest du bemerken, dass etwas aus dem Ruder läuft, können Hausärzt/innen oder Beratungsstellen gute erste Ansprechpartner/innen sein. Viele Städte bieten kostenfreie und anonyme Unterstützungsangebote für Suchterkrankte. Auch Selbsthilfegruppen können eine gute Möglichkeit sein, um sich Unterstützung zu suchen. Eine Sucht ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Krankheit, die mit angemessener Unterstützung behandelt und geheilt werden kann. Hilfe in Anspruch zu nehmen kann schwierig und schambehaftet sein, ist aber das Mutigste, was du tun kannst, um gut für dich selbst zu sorgen.
Viele Studierende kämpfen im Studium mit Stress. Eine Alternative zu abhängig machenden Entspannungsmöglichkeiten, findest du im Blogbeitrag von 7Mind. Hier findest du weitere Informationen und hier ein anonynmes Unterstützungsangebot. Pass auf dich auf!