Wann sollte ich Vitamin-D-Supplements zu mir nehmen?
Lebensmittel, in denen Vitamin D enthalten ist, sind vor allem tierische Produkte wie fettreicher Fisch oder Eier. Falls du in deiner Ernährung auf tierische Produkte verzichtest, kann es also zum Mangel kommen. Gleiches gilt für den Winter, wo es aufgrund der fehlenden Sonneneinstrahlung häufiger zum Mangel kommt. In den Wintermonaten empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Ernährung deshalb 15-30 Minuten direkte Sonneneinstrahlung pro Tag auf Gesicht, Hände und Arme.6
Falls du jetzt denkst: »Super, also kaufe ich mir doch ein Vitamin-D-Supplement im Internet, damit ich keinen Mangel kriege!«, würde ich dir jedoch abraten. Denn so einfach ist es leider auch nicht. Zwar spielt Vitamin D eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit, aber durch ein Anheben des Vitamin-D-Spiegels über einen im Körper bestehenden Mangel hinaus, gibt es keine wissenschaftlich eindeutigen Beweise, dass eine weitere Zufuhr dir etwas bringt. Deshalb würde ich dir immer empfehlen, dein Vorhaben zunächst mir einer Ärztin oder einem Arzt abzusprechen. Wurde bei dir ein Mangel nachgewiesen, kann dieser durch die Supplementierung von Vitamin-D-Präparaten unterstützt werden. Die genaue Dosierung hängt von der Schwere des Mangels und deinen Beschwerden ab und sollte unbedingt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprochen werden.
Ich weiß, Vitamin D ist – vor allem im Winter – ein heiß diskutiertes Thema und auch ich als Arzt würde mir eindeutigere wissenschaftliche Ergebnisse wünschen, um eine verständlichere Handhabung für dich zu haben. Aber so komplex wie unsere Gesundheit ist, ist auch die Forschung mit dem Ziel der Gesundheitsverbesserung und Prävention von Erkrankungen. Solltest du Fragen zu diesem Thema haben, sind Hausärztinnen und -ärzte deine ersten Ansprechpartner/innen. Sollte der Verdacht eines Mangels bestehen, ist es wichtig, deinen Wert bestimmen zu lassen und nicht einfach hoch dosierte Präparate über die empfohlene Tagesmenge einzunehmen. Denn auch Vitamin D kann man überdosieren und dem Körper damit deutlich mehr schaden als helfen.