Junge Frau sitzt konzentriert am Schreibtisch und lernt.

Fokus statt Overload

06.08.2025
1 Minuten
Survival Guide Studium

Du fühlst dich überfordert im Studium? In diesem Artikel findest du konkrete Strategien, um stressige Phasen zu meistern. Jetzt lesen!

 

Kathi Moldan ist Lerncoach und systemischer Personalcoach. Sie kombiniert fundiertes Wissen aus Neurowissenschaften und Psychologie, dass sie während ihres Studiums und ihrer Forschungstätigkeit in den Bereichen Motivation, Konzentration und Lernen erworben hat, mit praxisnahen Erfahrungen. Als ehemalige Gymnasiallehrerin und Mitarbeiterin einer Klinik für psychisch erkrankte Jugendliche und junge Erwachsene hat sie einen tiefen Einblick in die Herausforderungen des Lernens und des Studienalltags gewonnen. Auf ihren Social Media Kanälen teilt sie »gehirngerechte« Lerntechniken und Tipps für Selbst- und Zeitmanagement sowie mentale Gesundheit. Dabei betont sie immer wieder die Bedeutung eines starken Mindsets und Selbstvertrauens, denn sie ist überzeugt: Ohne diese Grundlagen nützt die beste Lerntechnik wenig. Dies liegt auch an ihren eigenen, teils herausfordernden Studienerfahrungen, die sie offen teilt. Ihr Motto: »Verlass deine Komfortzone, glaub an dich und geh deinen Weg« zeigt sich auch in ihrem Alltag. Sie probiert immer wieder Neues aus, seien es Hobbies wie Klettern oder das Reisen in unbekannte Länder – auch gerne mal alleine.

Mit Überforderung im Studium umgehen!

Prüfungen, Deadlines, Präsentationen, wissenschaftliche Arbeiten – statt einem halbwegs geregelten Studienalltag fühlt sich plötzlich alles nach Ausnahmezustand an: Du kommst nicht richtig ins Tun, fühlst dich erschöpft oder innerlich gehetzt? Nimm dir einen Augenblick Zeit, um zu prüfen, wo du gerade stehst und was du jetzt brauchst, um mit neuer Energie weiterzumachen!

3 Ebenen für deine Stressreduktion im Studium

Ich arbeite gerne mit drei Ebenen, auf denen du gezielt und ganz praktisch ansetzen kannst, um Stress und Überforderung im Studium zu begegnen.

Wenn du dauerhaft gestresst bist, ist dein Körper im Alarmzustand.1 Konzentration fällt schwer, dein Fokus springt, du fühlst dich getrieben oder blockiert. Bevor du strukturiert arbeiten kannst, brauchst du erst wieder Ruhe im System.

Frage dich: Was hilft mir, mich zu regulieren – körperlich und emotional?

Mögliche Ressourcen für deinen Uni-Alltag:

Überforderung entsteht oft nicht durch »zu viel«, sondern durch »zu viel auf einmal«. Wenn du über alles gleichzeitig nachdenkst und versuchst anzugehen, lähmt das.
Struktur bringt dir nicht nur Ordnung, sie entlastet dich.


Frage dich: Was hilft mir, Übersicht und Klarheit zu gewinnen? 
 
Mögliche Ressourcen für deinen Uni-Alltag:

  • Rückwärtsplanung (Was ist das Ziel? Was sind die einzelnen Schritte?)
  • Tages- und Wochenstruktur mit Puffern
  • Mini-Ziele definieren: »Was ist mein nächster machbarer Schritt?«
  • Prioritäten setzen, z. B. mit der ABC- oder ALPEN-Methode
  • Tools wie Notizbuch, Wochenplan, Karteikarten, Haftzettel oder Apps

Oft ist nicht die Aufgabe selbst das Problem, sondern unser Umgang damit. Vor allem, wenn wir Aufgaben mit hohen inneren Ansprüchen oder Druck sowie Vergleichen mit anderen begegnen. Mentale Selbstführung bedeutet: Ich lenke meinen inneren Dialog bewusst in eine hilfreiche Richtung. Ich arbeite mit mir, nicht gegen mich.


Frage dich: Wie kann ich mich innerlich stärken, statt mich unter Druck zu setzen?

Mögliche Ressourcen für deinen Uni-Alltag:

  • Reframing: »Ich darf langsam starten.«, »Ich muss nicht perfekt sein.«
  • Gedanken beobachten statt glauben: »Ich bin nicht meine Gedanken.«
  • Selbstmitgefühl: »Was würde ich meiner besten Freundin oder meinem besten Freund raten?«
  • Mut-mach-Sätze oder Ankerbilder (z. B. Foto eines schönen Moments)
  • Reflexion: »Welche Stärke zeigt sich gerade in mir, auch wenn es schwer ist?«
     

Gehe kleine Schritte auf allen Ebenen!

Manchmal reicht es schon, auf einer dieser drei Ebenen eine kleine Veränderung vorzunehmen und der Rest beginnt sich mitzubewegen. Du musst nicht alles gleichzeitig schaffen. Aber du darfst anfangen, dich bewusster zu unterstützen. Dann klappt es auch in Zukunft mehr und mehr gelassen mit Herausforderungen umzugehen. Egal was bei dir als nächstes ansteht: Du schaffst das!


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Quellen:

1Vgl. Rusch, Stephan (2019): "Stressmanagement. Ein Arbeitsbuch für die Aus-, Fort- und Weiterbildung". 2. Auflage. Springer: Berlin. 

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